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Die besten Tipps gegen Gesichtsfalten

Im Laufe unseres Lebens nimmt die Kollagen- und Elastinproduktion der Haut ab, die Zellen erneuern sich langsamer – die Folge ist eine alternde Haut mit Falten und Furchen. Bereits zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr beginnt die Haut, ihre Spannkraft zu verlieren. Später wird dann auch das Bindegewebe im Gesicht schlaffer, wodurch beispielsweise Hängebacken entstehen können. Wie schnell die Hautalterung voranschreitet, hängt von mehreren Faktoren ab: Stress, Alkohol, Zigarettenkonsum und übermäßige Sonneneinstrahlung wirken sich negativ auf das Erscheinungsbild der Haut aus. Ausreichend Schlaf, reichhaltige Hautpflege und eine vitaminreiche Ernährung können ein jugendlicheres Aussehen unterstützen. Auch die genetische Veranlagung spielt eine Rolle.

Auch wenn man den natürlichen Alterungsprozess der Haut nicht aufhalten kann, gibt es – abgesehen von medizinischen Eingriffen und einer schier unüberschaubaren Menge an Anti-Aging-Cremes – einige einfache Möglichkeiten, die für ein frischeres und damit vitaleres Hautbild sorgen können. Wir haben die besten Tipps für euch gesammelt.

Der kalte Gesichtsguss

Kostenlos und effektiv ist der kalte Gesichtsguss, der sogenannte Anti-Aging-Guss der Kneipp-Anwendungen. Dabei wird zunächst die rechte, dann die linke Gesichtshälfte mit je drei senkrechten Güssen mit kaltem Wasser übergossen und am Ende das Gesicht mehrmals umkreist. Das kalte Wasser sorgt für einen sofortigen Frischekick: Es fördert die Durchblutung und verleiht der Haut ein pralleres Aussehen. Ganz nebenbei ist der Schönheitsguss auch ein Muntermacher, der bei Müdigkeit und Abgeschlagenheit helfen kann. Sogar Spannungskopfschmerzen und Migräne können durch die Anwendung gelindert werden – und das hat wiederum ebenfalls einen positiven Effekt auf die Haut. Wer unter Schmerzen oder Stress leidet, verkrampft nämlich automatisch die Gesichtsmuskulatur, wodurch sich Mimikfalten rascher eingraben können.

Der Gesichtsguss wirkt belebend und kann auch Kopfweh mindern (Foto: Alena Darmel/pexels.com)
Der Gesichtsguss wirkt belebend und kann auch Kopfweh mindern (Foto: Alena Darmel/pexels.com)

Proteine essen

Um Kollagen zu produzieren, benötigt der Körper Eiweiß bzw. Aminosäuren. Einige Aminosäuren kann der Körper selbst herstellen, andere müssen über die Ernährung zugeführt werden. Durch die richtigen Lebensmittel können wir unseren Körper also dabei unterstützen, fleißig Kollagen zu produzieren und unsere Haut ordentlich aufzupolstern. Mageres Fleisch, Fisch und Milchprodukte sind gute Eiweißlieferanten, als vegane Alternativen eignen sich z. B. Buchweizen und Quinoa. Am besten nimmt man diese Lebensmittel in Kombination mit den Nährstoffen Zink und Kupfer (z. B. in Nüssen, Hafervollkornflocken und verschiedenen Samen enthalten) ein – denn diese beiden Nährstoffe helfen noch zusätzlich dabei, Kollagen aufzubauen.

Gesichtsmassagen

Falten einfach wegmassieren klappt zwar leider nicht; ein bisschen können sich die Gesichtskonturen aber durchaus in Form bringen lassen, wenn man sein Gesicht regelmäßig mit Massagen verwöhnt. Eine von L’Oreal durchgeführte Studie hat ergeben, dass der Anti-Aging-Effekt von Gesichtscremes durch zusätzliche Gesichtsmassagen deutlich gesteigert werden konnte – die Ergebnisse waren laut der Untersuchung bereits nach 4 Wochen sichtbar.

Für eine straffe Stirn sollen beispielsweise diese Übungen helfen: Beide Daumen an der Nasenwurzel andrücken und V-förmig über die Stirn bis zum Haaransatz streichen. Danach die Haut über den Augenbrauen mit Daumen und Zeigefinger auf beiden Seiten von innen nach außen zupfen. Jede Übung mindestens 4x wiederholen. Das soll sowohl Stirnfalten als auch Zornesfalten lindern.

Gegen Nasolabialfalten Zeigefinger über der Oberlippe und Mittelfinger unter der Unterlippe auf das Gesicht legen und mit den Fingern sanft nach außen bis zu den Ohren streichen. Auf beiden Seiten mindestens 5x wiederholen.

Gesichtsyoga

Grimassen schneiden gegen Falten: Gesichtsyoga macht Spaß und ist ein wirksames Anti-Aging-Mittel
Gesichtsyoga soll Falten reduzieren (c) Pexels

Gesichtsmassagen sind Wellness, nun kommt der Sport: Beim Gesichtsyoga geht es darum, bestimmte Muskelgruppen im Gesicht zu trainieren und so der Erschlaffung der Konturen entgegenzuwirken – sozusagen Krafttraining für Wangen und Co. Der Gedanke dahinter: Ein voluminöser Muskel kann den Verlust des Bindegewebes im Gesicht wieder ausgleichen. Funktionieren soll das in etwa so: Mit den Händen zu den Augenbrauen greifen und diese sanft nach unten drücken. Nun die Augen weit aufreißen und wieder schließen. Beim Augen-Aufreißen zieht der Stirnmuskel automatisch nach oben – durch die nach unten gedrückten Augenbrauen stößt er dabei aber auf Widerstand, der Muskel wird trainiert. Das Gleiche funktioniert auch in die andere Richtung: Mit den Fingern die Stirn nach oben ziehen, dann die Augen fest zusammenkneifen und so die Muskeln gegen den Fingerwiderstand nach unten bewegen.

Wangen, Lippen und Kinn können durch diese Übung gestärkt werden: Lippen zum Kussmund formen. Nun die Wangen einziehen und die Position eine Minute lang halten. Danach die Wangen mit Luft füllen, dicke Hamsterbacken machen und die Lippen dabei fest aufeinanderpressen. 5x wiederholen.

Wie auch bei den Gesichtsmassagen sollten die Übungen regelmäßig, am besten mehrmals täglich, durchgeführt werden.

Ab in die Sauna

Wärme hat einen ähnlichen positiven Einfluss auf die Durchblutung der Haut wie Kälte. Die Blutgefäße weiten sich, die Haut wird besser mit Nährstoffen versorgt. Daher: Ab in die Sauna! Durch das vermehrte Schwitzen wird die Haut außerdem auf natürliche Art gereinigt und von abgestorbenen Hautschüppchen befreit. Kleiner Nebeneffekt: Wohltuendes Saunieren senkt unseren Stresslevel, wodurch sich auch unser Gesicht entspannt und kleine Sorgenfältchen verschwinden können. Keine Sauna in Sicht? Kein Problem, es gibt praktische Ersatzlösungen: z. B. einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und das Gesicht in den Wasserdampf halten – natürlich mit ausreichend Abstand, um Verbrühungen zu vermeiden. Mit einer Infrarotlichtlampe kann man ähnliche Effekte erzielen. Alternativ ist es auch möglich, einfach warme Tücher/Handtücher auf das Gesicht zu legen und so die Haut aufzuwärmen. Danach kann die eigentliche Pflegeroutine mit Cremes oder Seren starten – denn durch die von der Hitze geweiteten Poren können Wirkstoffe aus Kosmetikprodukten besonders gut aufgenommen werden. Am Ende sollte ein Guss mit kaltem Wasser folgen, um die Poren wieder zu schließen.

Unser Anti-Aging-Tipp für eine vitale Gesichtshaut: regelmäßiges Saunieren. Also ab in die Sauna!
Die Wärme der Sauna sorgt für eine bessere Durchblutung der Haut (c) Pixabay
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